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Ausgabe 126 | Juni 2024
Halle32
 

Was für ein (Sommer-) Theater!

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Bevor der EM-Sommer die Fußballfans in Atem hält (übrigens auch mit einem Public-Viewing auf dem Steinmüllergelände gleich neben der Halle 32!) lohnt sich ein Besuch bei uns noch einmal so richtig, ehe es dann im Juli und August etwas ruhiger wird – und ab September wieder ordentlich die Post abgeht. Mit der neuen Spielzeit der Bühne 32 sowie vielen Konzert- und Showhighlights.

Apropos Bühne frei: Auf die erste Juniwoche dürfen sich kleine wie große Theaterfans freuen. Die Schwalbe Sterni kehrt im Erfolgsmusical von Martin Kuchejda am 4. Juni gleich zweimal zurück, einen Tag später heißt es dann Good Bye, Lenin! Das kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn das Stück ist eine so humvorvolle wie emotionale Adaption des Kultfilms mit Daniel Brühl.

Emotional wird es auch mit Elo von Knorre, die der Halle 32 durch diverse Musicalprojekte seit Jahren eng verbunden ist und nun mit ihrer Solo-Show in der Studiobühne zu Gast ist. Im Gepäck: 17 tiefgehende, selbstkomponierte und geschriebene Songs.

Was sonst noch so los ist? Einiges! Von der Lesung bis zum Konzert im Rahmen des Lindlarer Klavierfestivals, vom Politik-Workshop bis zum bezaubernden Stück von Kindern für Kinder. Alles Weitere dazu weiter unten.

Wir sehen – und lesen uns! Die zweite Ausgabe unseres Magazins zwei&dreißig ist in und um Gummersbach kostenlos erhältlich, hier finden Sie die Online-Ausgabe.

Frühsommerliche Grüße

Ihr Team der Halle 32

Sternis Rückkehr

Ob Martin Kuchejda, als er sich die Geschichte um die umweltbewusste Küstenseeschwalbe Sterni ausgedacht hat, die vom Südpol aus versucht, die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten, ahnte, dass sie tausende Kinder begeistern und zum Dauerbrenner in der Halle 32 werden würde? Sicher hatte er darauf gehofft, zumal das Stück ja auch an Erfolge wie „Alfred Jodokus Kwak“ und „Kuno Knallfrosch“ anknüpft und die Comic-Illustrationen von Ralf Marczinczik wirklich zauberhaft sind.

Und so trifft Sterni am 4. Juni um 11 und um 16 Uhr einmal mehr auf einen kecken Pinguin, fleißige Ameisen und einen alten Eisberg – dabei immer bemüht, die Dinge zum Guten zu wenden. Die Reise führt die Freunde von der Antarktis aus über Süd- und Nordamerika bis zum Sitz des Hohen Rates in Den Hack, der für die Weltrettung gewonnen werden soll – und natürlich geht alles gut aus. Auch, weil die Küstenseeschwalbe als Zugvogel unter Ausnutzung der günstigsten Winde unglaubliche Entfernungen zurücklegen kann ...

Schwalbe Sterni rettet die Welt, Dienstag, 4. Juni 2024, 11 und 16 Uhr, Halle

Infos und Tickets:

Mama hat die Wende verpasst

Good Bye, Lenin! ist ein Stück deutsche Kinogeschichte. Deutscher und Europäischer Filmpreis, viele Millionen Zuschauer – und ein Stoff rund um die deutsch-deutsche Wende, der sich hervorragend als Theaterstück eignet. Inszeniert hat das für die Burghofbühne Dinslaken die Regisseurin Maja Delinic. Für unser Magazin zwei&dreißig haben wir sie exklusiv interviewt.

Hier ein Auszug aus der spannenden Hintergrundgeschichte:

Grenzen überwinden und Neues entdecken, darum geht es Maja Delinic in ihrer Arbeit als Theaterregisseurin. Das war schon 2018 so, als sie mit einer Adaption des Wolfgang Herrndorf-Romans „Tschick“ über den Roadtrip zweier Jugendlicher ihren Durchbruch schaffte. Das ist auch jetzt nicht anders, bei Good Bye, Lenin!, wo das Überwinden von Grenzen eine zentrale Rolle spielt. „Es gibt zwischen den Stoffen viele Parallelen. Es sind beides Coming-of-Age-Geschichten und es geht auch ums Abschiednehmen“, erklärt die 38-Jährige. 

Was beide Stücke ebenfalls eint: Es gibt sehr bekannte und erfolgreiche Verfilmungen. Hat das Druck erzeugt? „Nein, weil das Theater ein völlig anderes Medium ist. Wenn im Film einer in einen See springt, wird dieser in der Regel gezeigt. Im Theater kann dieselbe Szene ohne den echten See auskommen, weil der in der Fantasie des Publikums entsteht. Und genau das mag ich sehr: So wenig vorkauen wie möglich, dafür die Fantasie anregen“, unterstreicht Maja Delinic. Daher setzt sie bei vielen Inszenierungen auf ein eher spartanisches Bühnenbild. Die Kulisse von Good Bye, Lenin! ist im Vergleich dazu fast üppig, zumal die Regisseurin sich vorab einige Original-Requisiten aus der ehemaligen DDR besorgt hat, darunter sind eine Schreibmaschine, alte Kopfhörer, ein Röhrenfernseher. So wird das Zimmer, in welchem sich die Mutter des jungen Alex zum großen Teil aufhält, weil sie wegen ihres Komas die Wende verpasst hat, zu einem kleinen Museum. Ganz wichtig dabei: „Es geht um Nostalgie, nicht um Ostalgie. Wir wollen nichts verklären.“ 

Zur Vorbereitung hat Maja Delinic sich weniger mit dem Film als mit Fachliteratur über die DDR befasst, um diese auf der Bühne wiederzubeleben. Ein wesentlicher Bestandteil, den sie erst im Zuge der Proben hinzugefügt hat, ist die Mauer: „Ich spürte irgendwann, dass wir sie als zentrales Element brauchen. Anfangs spielen sogar einige Szenen hinter der Mauer, sprich die Zuschauer sitzen quasi im Westen und hören, was im Osten passiert.“ Da die Mauer aus drei Elementen besteht, wird sie im weiteren Verlauf variabel eingesetzt. Die Hauptfigur Alex, voller Sorge um die Mutter, versucht mit allen Mitteln, dieser vorzugaukeln, die DDR existiere nach wie vor – aus Sorge, die überzeugte Kommunistin könnte die Wende nicht verkraften. Immer wenn die Mutter agiert, schließt sich die Mauer. Anders als im Film liegt sie im Stück nicht nur im Bett, sondern wird aktiver. Auch fast 35 Jahre nach dem Fall der Mauer sei die Geschichte noch sehr aktuell und gleichsam lehrreich, findet Maja Delinic: „Man bekommt ein gutes Gespür für diese Deutsch-Deutsche Geschichte und versteht auch ein stückweit, dass sich Menschen aus Ostdeutschland nach der Wende benachteiligt gefühlt haben.“ 

Den kompletten Bericht finden Sie hier:

Good Bye, Lenin!, Mittwoch, 5. Juni 2024, 20 Uhr, Halle

Infos und Tickets:

Solo für Elo

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Elo von Knorre: Solo

Seit vielen Jahren schon bringt Elo von Knorre den Menschen das Klavierspielen bei – mit einer innovativen digitalen Lernplattform. Unterrichten ist für sie das eine, Shows und Bühnenauftritte sind das andere. Nach diversen Kooperationen mit der Halle 32 (unter anderem bei "Sterni") hätte sie sagen können: Okay, hat Spaß gemacht, das Unterrichten läuft nach wie vor prima, reicht doch.   

Elo von Knorre hat dagegen festgestellt: Über die Jahre haben sich viele eigene persönliche Songs angesammelt, komponiert und geschrieben in bewegten Zeiten. Ein wertvoller Schatz an Liedern, die so vieles aus dem Leben erzählen. Diesen Schatz kann man verschließen. Oder man trägt ihn in die Welt. Genau das hat Elo von Knorre gemacht. „Solo“ heißt ihre erste eigene Show. Nur sie, das Piano, ihre Stimme, ihre Lieder – und das Publikum, das gerne mitsingen darf. Die Soloshows sind ein mutiger Schritt, der gut geplant wurde: „Zuerst habe ich kleine Wohnzimmerkonzerte gemacht und um ehrliches Feedback gebeten“, erzählt sie. Die begeisterten Rückmeldungen von Menschen, die sie mit ihrer Musik und ihren Texten tief bewegt hatte, motivierten sie, weiterzumachen. 

Und ihr „Entdeckerglück“ – so lautet ein Motto ihres Lebens – auch auf diesem neuen Weg zu suchen. Der Solo-Auftritt am 8. Juni in Gummersbach ist bereits der vierte, als erfahrene Musikerin weiß Elo von Knorre: „Man muss sich die Bühne erspielen. Das ist anstrengend, erfordert Hingabe, aber wenn es funktioniert, kann ich in Verbindung mit dem Publikum eine einzigartige Stimmung erzeugen.“ 17 eigene Songs, die meisten auf deutsch, einige wenige auf englisch, umfasst die Setlist aktuell. Songs, die man live erleben sollte!

Dieser Text ist ein Auszug aus einem Porträt im neuen Magazin zwei&dreißig. Die komplette Geschichte finden Sie hier:

Elo von Knorre: Solo, Samstag, 8. Juni 2024, 20 Uhr, Studiobühne

Infos und Tickets:

Der ganz persönliche Einblick

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Sophie von Bechtolsheim: Mein Vater war kein Attentäter

Wer von Attentätern hört, der denkt an Terroristen, die aus einer fanatischen Ideologie heraus Angst und Schrecken verbreiten wollen. Nichts davon trifft auf Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu. Stauffenberg und sein gescheiterter Versuch, den nationalsozialistischen Wahnsinn zu stoppen, sind zu einem Mythos geworden, das Gedenken ist ritualisiert. Der wirkliche Mensch Stauffenberg in seiner Vielfalt tritt hinter all diesen Zuschreibungen zurück. 

Die Stauffenberg-Enkelin Sophie von Bechtolsheim erzählt im Raum L&C von den zahlreichen Stauffenberg- Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, aber vor allem in der Familie. Sie fragt danach, wie Stauffenberg und die anderen, oftmals vergessenen Protagonisten des 20. Juli heute noch Vorbilder sein können. In ihrem Buch und auf der Bühne beschreibt sie den Mann, der es mit Hitler aufnahm und der ihr Großvater war.

Moderiert wird der Abend von Martin Kuchejda. Eine Veranstaltung der Halle 32 in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk.

Sophie von Bechtolsheim: Mein Vater war kein Attentäter, Dienstag, 25. Juni 2024, 19.30 Uhr, Raum L&C. Der Eintritt ist frei

Infos:

Und sonst? Schuljubiläum, Workshop und mehr

Insel von oben, Kinderschauspielkurs der Kulturwerkstatt, Sonntag, 9. Juni, 18 Uhr, und Montag, 10. Juni, 17.30 Uhr, Studiobühne
Welchen Einfluss hat Social Media auf Kinder und Jugendliche? Warum ist die Natur so wichtig für sie? Darum geht es in "Insel von oben", dem neuen Stück unseres Kinderschauspielkurses unter der Leitung von Kathleen Wojahn. Darin beweisen die jungen Bühnentalente, wie sie spielerisch und vor allem gemeinsam ihre Leidenschaft fürs Theater ausleben – und das an gleich zwei Abenden.
Weitere Infos:

10 Jahre Städtisches Lindengymnasium, Samstag, 15. Juni, 19.30 Uhr, Halle
Eine Revue mit Musik, Film und Tanz haben Schüler und Lehrer des Gymnasiums anlässlich des zehnjährigen Bestehens gemeinsam auf die Beine gestellt. Neben Chören und Gesangssolisten der Schule konnte aus musikalischer Sicht zudem die Bigband Swing Company, selbst jedes Jahr zu Gast in der Halle 32, gewonnen werden.
Weitere Infos:

Frauen in die Kommunalpolitik, Workshopreihe, unter anderem am 28. Juni, 13.30 Uhr in der Halle 32
Noch immer sind Frauen in kommunalen Parlamenten unterrepräsentiert. Die Seminarreihe „Frauen in die Kommunalpolitik!“ soll das in Waldbröl und in Gummersbach ändern. Sie besteht aus mehreren auch einzeln buchbaren Modulen, im Modul "Praktisches" geht es zum Beispiel um Themen wie Wahlkampf und Öffentlichkeitsarbeit. 
Weitere Infos:

Klavierfestival Lindlar 2024: Konzertabend in Gummersbach, Donnerstag, 18. Juli, 19 Uhr, Halle
Das internationale Klavierfestival Lindlar begeistert seit vielen Jahren mit toptalentierten Nachwuchspianistinnen und Violinenspielern. Ein Höhepunkt ist der Konzertabend am Donnerstag, den 18. Juli ab 19 Uhr in der Halle 32 mit den Meisterschülern.
Weitere Infos:

Remember: Es kommt der September!

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Früh plant, wer Kultur erleben möchte – oder sie gerne verschenken mag!
Deshalb jetzt schon vormerken, vorbestellen, vorfreuen auf das Programm ab September. Denn der Herbst hat es in sich!

11. September: Stunk Unplugged

5. Oktober: WDR sing(t) mit Guildo

12. Oktober: One of these Pink Floyd Tributes: 30 Jahre Division Bell

Sie wollen mehr? Am besten gleich im kompletten Programm der Halle 32 stöbern. 

Schätze aus dem Bücherschrank: Der Schatten des Windes

Im Südfoyer der Halle 32 steht ein Offener Bücherschrank. Dieser ist eine Spende des Vereins zur Förderung der Kultur in GM e.V. – für die das Team der Halle 32 sehr dankbar ist. Denn jede und jeder kann Bücher dort hineinstellen oder herausnehmen. Oft verbergen sich literarische Schätze in den Regalen. Wir heben sie und stellen sie hier vor – und wer Glück hat, ergattert bei seinem nächsten Besuch ebendieses Buch für sich zu Hause ... 

... zum Beispiel: Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon

Wenn es ein Buch gibt, das man in einer einzigen Nacht weglesen kann (obwohl es über 550 Seiten hat), dann dieses. Die mysteriöse Geschichte um Daniel und den Friedhof der Vergessenen Bücher ist DER Schmöker schlechthin. Was hat es nur mit dem mysteriösen Autor Julian Carax auf sich? Und warum verschmelzt dessen Romanhandlung auf seltsame Weise mit dem bewegten Leben Daniels in Barcelona? All das erzählt der viel zu früh verstorbene Meisterschriftsteller Carlos Ruiz Zafon in einer mitreißenden Sprache. Sollte es immer noch Menschen geben, die dieses Buch nicht kennen, denen sei hiermit gesagt: Es ist ein Muss!

So es nicht gerade ausgeliehen wurde, ist das Werk als Taschenbuch im Bücherschrank der Halle 32 zu finden.

Mehr Informationen rund um die Halle 32 auf www.halle32.de.

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