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Ausgabe 147 | September 2026
Halle32
 

Jetzt es es wieder richtig los

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Der Sommer macht langsam Platz – Zeit für neue Events! 
Im September starten wir mit einem Programm, das wieder einmal eindrucksvoll zeigt, wie vielfältig es bei uns zugeht.

Wir reisen mit Einstein und Freud gedanklich zurück ins Jahr 1932 und stellen fest, wie erschreckend aktuell manche Fragen geblieben sind.
Wir schauen auf politische Sprache, die Neue Rechte und ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte.
Wir stechen mit Jim Hawkins in See, feiern mit Jay Gatsby und betreten ein ziemlich zauberhaftes Antiquariat.

Natürlich spielt die Musik auch wieder bei uns. Düster mit Souls of Sorrow,
a-capella mit Alte Bekannte und nostalgisch mit der Deep-Purple-Tributeband Demon's Eye. Da reicht ein einziges Gitarrenriff, und die ganze Halle weiß, was jetzt kommt.

Also: Wir sehen uns!

Ihr Team der Halle 32

PS: Nächste Woche ist auch die neue Ausgabe der zwei&dreißig zu haben!


4 Abende. 4 Vorträge. Viel zum Nachdenken.

Was haben Albert Einstein, Sigmund Freud, Donald Trump und der Umgang der jungen Bundesrepublik mit NS-Kriegsverbrechern miteinander zu tun?

Auf den ersten Blick: nicht allzu viel. Auf den zweiten eine ganze Menge. Denn gleich vier Veranstaltungen im September beschäftigen sich bei uns mit der Frage, wie Gesellschaften funktionieren – und was passiert, wenn Frieden, Demokratie und Sprache unter Druck geraten.

WARUM KRIEG? ALBERT EINSTEIN UND SIGMUND FREUD 1932 AM 9. SEPTEMBER
Den Anfang macht am 9. September ein bemerkenswerter Briefwechsel aus dem Jahr 1932. Albert Einstein fragte Sigmund Freud damals: Warum Krieg? Warum führen Menschen Kriege, obwohl sie um deren Grauen wissen? Fast ein Jahrhundert später haben diese Fragen leider nichts von ihrer Aktualität verloren. Der Historiker PD Dr. Ludger Heid stellt den Gedankenaustausch der beiden großen jüdischen Intellektuellen vor.

RAUBZUG VON RECHTS: FAMILIE, FREIHEIT, WIDERSTAND
Am 15. September schaut die Journalistin und Autorin Ruth Hoffmann darauf, was passiert, wenn Begriffe ihre politische Bedeutung verändern. Familie, Freiheit, Demokratie oder Widerstand klingen schließlich erst einmal ziemlich unverfänglich. Doch Sprache ist nie nur Sprache. Hoffmann zeigt, wie die Neue Rechte solche Begriffe besetzt, umdeutet und für ihre politischen Ziele nutzt.

Eine Woche später, am 22. September, weitet sich der Blick über den Atlantik. Die Journalistin Annett Meiritz beschäftigt sich mit der Frage, wie Strategien der Trump-Bewegung längst nach Europa ausstrahlen: Welche Netzwerke existieren? Welche Erzählungen funktionieren diesseits wie jenseits des Atlantiks? Und was lässt sich daraus über die Neue Rechte lernen?

Den Abschluss bildet am 29. September ein Blick zurück in die deutsche Nachkriegsgeschichte. Der Historiker und SPIEGEL-Journalist Felix Bohr hat untersucht, wie sich deutsche Politiker, Kirchenverbände, Veteranenvereinigungen und Diplomaten nach 1945 für im Ausland inhaftierte NS-Täter einsetzten – während viele Opfer des Nationalsozialismus noch um Anerkennung und Entschädigung kämpften.

ALLE VORTRÄGE AUF EINEN BLICK:

Warum Krieg? Albert Einstein und Sigmund Freud 1932 Mittwoch, 9. September 2026, 19 Uhr

Raubzug von rechts: Familie, Freiheit, Widerstand Dienstag, 15. September 2026, 19 Uhr

Die Allianz der neuen Rechten. Wie die Trump-Bewegung Europa erobert Dienstag, 22. September 2026, 18.30 Uhr

Die Kriegsverbrecherlobby. Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter Dienstag, 29. September 2026, 19 Uhr

Die Theatersaison beginnt!

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Ein Schatz irgendwo auf einer fernen Insel. Ein Millionär, der sich eine Vergangenheit zurückkaufen möchte. Und ein Antiquariat, in dem offenbar die üblichen Geschäftszeiten der Wirklichkeit außer Kraft gesetzt wurden.

Theater und Varieté kann so vieles. Und bei uns innerhalb von drei Tagen.

Am 15. September beginnt die neue Spielzeit unserer Theatersaison – und für unser junges Publikum mit einem der größten Abenteuerklassiker überhaupt. In Robert Louis Stevensons „Die Schatzinsel“ findet Jim Hawkins eine Schatzkarte und gerät zwischen Piraten, Geheimnisse und den ziemlich undurchsichtigen Long John Silver. Eine Geschichte, die seit mehr als 140 Jahren funktioniert – vermutlich auch deshalb, weil Schatzkarten bis heute deutlich aufregender sind als Google Maps. Für Kinder ab acht Jahren.

Schon einen Abend später wird aus Abenteuer großer amerikanischer Traum: „Der große Gatsby“ eröffnet am 16. September die neue Bühne-32-Spielzeit für Erwachsene. Fitzgeralds Roman spielt zwar in den Roaring Twenties, aber seine Fragen sind erstaunlich zeitlos: Was ist Glück wert? Kann Geld eine verlorene Liebe zurückbringen? Und was bleibt vom großen Glanz, wenn irgendwann die Musik ausgeht? Das Rheinische Landestheater Neuss bringt den Klassiker auf die Bühne.

Und dann wird es am 17. September noch einmal ganz anders. „The Little Giftshop“ von Felice & Cortes ist Theater, Konzert, Zirkus, Kino, Puppenspiel, Magie und Poesie – und eigentlich der beste Beweis dafür, dass Schubladen manchmal einfach zu klein sind. Schauplatz ist ein geheimnisvolles Antiquariat voller vergessener Gegenstände und Geschichten. Mit Live-Musik, Stop-Motion-Filmen, Projektionen, Artistik und sogar Papierflieger-Jonglage entsteht daraus ein Abend irgendwo zwischen Bühne und Wunderkammer.

ALLE THEATER- UND VARIETE-HIGHLIGHTS AUF EINEN BLICK:

Die Schatzinsel, Dienstag, 15. September 2026, 16 Uhr

Der große Gatsby, Mittwoch, 16. September 2026, 20 Uhr

The Little Giftshop – Das zauberhafte Antiquariat der Geschichten, Donnerstag, 17. September 2026, 19.30 Uhr

Düsterrock at its best

Souls of Sorrow kommen aus der Region, sind noch vergleichsweise frisch am Start – und haben trotzdem schon ziemlich genaue Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen soll. Ihr Debütalbum „King in the Past“ ist nicht einfach eine Sammlung einzelner Songs. Musik, Texte und visuelle Ideen gehören zu einer größeren Geschichte über vergangene Leben, innere Dämonen und die Spuren der Zeit.

Dark Rock, Gothic, harte Gitarren und ein eigenes kleines Universum: In der Halle 32 wollen Souls of Sorrow sich nun eine neue Heimatbasis erspielen. Mit dabei am Bass ist einer, der sich hier bestens auskennt – unser Leiter Bastian Ganser! 

Unterstützung bekommen die Darkrocker von Leached aus Köln, die noch eine Portion Gothic Metal obendrauf legen.

Dark Rock Night: Souls of Sorrow mit Special Guest Leached Samstag, 12. September 2026, 20 Uhr

Tribut an Deep Purple

Deamon's Eye-The perfect Tribute to Deep Purple

Eine Tribute-Band zu gründen, ist das eine. Von Musikern des Originals auf die Bühne geholt zu werden, etwas anderes.

Demon’s Eye ist genau das passiert: Unter anderem standen Deep-Purple-Schlagzeuger Ian Paice und der 2012 verstorbene Keyboarder Jon Lord bereits gemeinsam mit der deutschen Band auf der Bühne.

Das erklärt vielleicht, warum Demon’s Eye weniger auf bloßes Nachspielen als auf den Geist jener Jahre setzen, in denen Deep Purple Rockgeschichte geschrieben haben. Die aktuelle Show „The Golden Years of Deep Purple“ konzentriert sich vor allem auf die legendäre 70er-Jahre-Phase – inklusive ausgedehnter Gitarren- und Orgelduelle, Improvisationen und natürlich jener Songs, bei denen manchmal schon drei Töne reichen. Ja. Auch der mit dem Rauch über dem Wasser.

Demon’s Eye – The perfect Tribute to Deep Purple Samstag, 26. September 2026, 20 Uhr

Alte Bekannte mit fünf starken Stimmen

Alte Bekannte

Fünf Männer betreten eine Bühne. Instrumente bringen sie keine mit. Brauchen sie auch nicht. Denn bei Alte Bekannte entsteht tatsächlich alles mit der menschlichen Stimme: Melodien sowieso, aber eben auch Bass, Rhythmus und Begleitung. Das Quintett gehört damit zu einer deutschen A-cappella-Tradition, die zwei seiner Mitglieder selbst entscheidend mitgeprägt haben.

Daniel „Dän“ Dickopf und Björn Sterzenbach gehörten zu den Wise Guys. Nach deren Ende 2017 hätte man die gemeinsame Geschichte einfach abschließen können. Stattdessen begann eine neue.

Seit 2018 stehen Alte Bekannte auf der Bühne. Natürlich ist die Vergangenheit dabei nicht verschwunden – und soll sie auch gar nicht. Gleichzeitig geht es der Band längst um weit mehr als darum, das Erbe der Wise Guys zu verwalten. Eigene Songs, neue Stimmen und eine neue Gruppendynamik haben aus dem vermeintlichen Nachfolgeprojekt eine Band mit eigener Geschichte gemacht. Dass auch im Jahr 2027 zu Ende geht, bedeutet: Jetzt noch einmal dabei sein! Eine weitere Chance gibt es in Gummersbach nicht.

Was bewegt die Band? Worauf kommt es beim Beatboxen an? Wie ergänzen sich die Fünf stimmlich? Darum geht es in unserem großen Porträt über Alte Bekannte in der neuen Ausgabe unseres Magazins „zwei&dreißig“.

Alte Bekannte – Mehr!-Live Freitag, 25. September 2026, 20 Uhr

Highlights im Oktober

Freuen Sie sich auf einen September voller toller Erlebnisse. 

2. September: Kings of Floyd

10.10. Eure Mütter: Perlen vor die Säue

15.10. 46. Wohltätigkeitskonzert des Musikkorps der Bundeswehr

Schätze aus dem Bücherschrank: Das Tal in der Mitte der Welt

Im Südfoyer der Halle 32 steht ein Offener Bücherschrank. Dieser ist eine Spende des Vereins zur Förderung der Kultur in GM e.V. – für die das Team der Halle 32 sehr dankbar ist. Denn jede und jeder kann Bücher dort hineinstellen oder herausnehmen. Oft verbergen sich literarische Schätze in den Regalen. Wir heben sie und stellen sie hier vor – und wer Glück hat, ergattert bei seinem nächsten Besuch ebendieses Buch für sich zu Hause ... 

... zum Beispiel: Das Tal in der Mitte der Welt.

David lebt schon immer hier und will nicht weg. Dass es anderen nicht so geht, kann er gar nicht verstehen. Wieder andere sind frisch hingezogen, aber so ganz heimisch irgendwie auch nicht. So wie Sandy und Alice, die nach dem Tod ihres Mannes eine Zuflucht suchte. Sie alle leben in diesem Tal in der Mitte der Welt, auf den rauen Shetland-Inseln hoch im Norden Schottlands. Umtost von Wind und Wellen und den eigenen Gefühlen ...

Malachy Tallack ist Schriftsteller, Journalist und Singer-Songwriter. Sein beeindruckendes Romandebüt ist als Hardcover gut erhalten in unserem Bücherschrank zu finden.

Mehr Informationen rund um die Halle 32 auf www.halle32.de.

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