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Ausgabe 144 | April 2026
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 Das Wichtigste vorweg: Wir wünschen Ihnen schöne, ruhige, friedliche und sonnige Ostertage. Auch wir in der Halle 32 machen ein kurzes Päuschen – um dann in der zweiten Aprilhälfte noch mal ordentlich aufzudrehen.
Mit Singer-Songwriter Dominik Plangger, der am 16. April sein neues Album vorstellt.
Mit Wigald Boning, der am 17. April baden geht – und den wir exklusiv interviewen durften (siehe unten).
Mit einem sagenhaften Bühne-32-Doublefeature: Herkules für die jungen, Frankensteins Monster für die erwachsenen Zuschauer.
Mit Grobschnitt, die ihren in 2025 ausgefallenen Auftritt endlich nachholen können.
Zeitgeschichtlich wird es ebenfalls bei uns, und auch der Elefantenmensch kehrt noch einmal auf die Studiobühne zurück. Aber lesen Sie selbst!
Wir sehen uns,
Ihr Team der Halle 32
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Am 16. April: Israels Zivilgesellschaft und die Krise vom 7. Oktober
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Nach dem Massaker durch die Hamas am 7. Oktober 2023 an der Grenze zum Gazastreifen reagierte die israelische Regierung mit militärischer Härte. Was aber auch geschah: Menschen organisierten Hilfe für Überlebende, unterstützten Familien von Geiseln und Gefallenen, kämpften öffentlich für die Freilassung der Entführten. Initiativen, die inmitten der Katastrophe auf eine Zeit des friedlichen Miteinanders von Israelis und Palästinensern blickten.
Der Politikwissenschaftler Dr. Steffen Hagemann berichtet davon und schaut damit auf Entwicklungen jenseits der Schlagzeilen. Er gibt Einblicke, die in den Nachrichten selten vorkommen, aber ebenso bewegend, erhellend und unverzichtbar für alle sind, die Israel umfassender verstehen möchten.
Veranstaltet vom Katholischen Bildungswerk Oberbergischer Kreis
Dr. Steffen Hagemann: Wie Israels Zivilgesellschaft auf die Krise vom 7. Oktober reagiert, Do., 16. April, 18.30 Uhr, Raum L&C.
Weitere Infos:
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Am 16. April: Dominik Planger
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 Musik macht Dominik Plangger schon seit frühester Jugend. Mit 16 Jahren hatte er in Bars erste öffentliche Auftritte als Solokünstler, zunächst mit Coversongs – und auch einen Ausflug in die Trash-Metal-Szene wagte er, bevor er um die Jahrtausendwende begann, eigene Songs zu schreiben. Die nahm der Österreicher gemeinsam mit Philipp Makolies (später Gitarrist bei Polarkreis 18) noch im Wohnzimmer auf.
Einem breiten Publikum bekannt wurde er 2009 – durch gemeinsame Auftritte sowie eine Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker. Das war der Grundstein für seine musikalische Karriere außerhalb Südtirols.
Nun stellt Dominik Plangger bereits sein siebtes Studioalbum „Limes“ vor, aufgenommen im schönen Kritzendorf an der Donau bei Wien. Es vereint Vertrautes mit bisher unbekannten Seiten des Singer-Songwriters. Zwölf Lieder erzählen von großen Gefühlen und scheinbar kleinen Alltagsmomenten, vom Heim-und Ankommen. Feste werden gefeiert und ein Stück Familiengeschichte enthüllt. Auch eine Hommage an den großen Cantautore Franceso de Gregori darf nicht fehlen.
Dominik Plangger: Limes, Grenzgänge des Lebens, Donnerstag, 16. April 2026, 20 Uhr, Studiobühne.
Infos und Tickets:
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Am 17. April: Herr Boning geht baden
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 Wigald Boning: Aus der deutschen Humor, Fernseh- und Unterhaltungslandschaft ist er seit über 30 Jahren nicht wegzudenken. Seit einiger Zeit geht der Künstler zudem jeden Tag baden. In ganz Deutschland, bei Wind und Wetter. Und er hat daraus natürlich ein sehr kurzweiliges Programm gemacht. Zu erleben bei uns am 17. April.
Wir durften ihn dazu für unser Magazin zwei&dreißig exklusiv interviewen.
Die gesamte Geschichte lesen Sie hier:
Eine seiner schönsten Ideen
„Da nimmt ein Vogel ein Bad in einer Pfütze. Er erfrischt sich, und ich kann mir das anschauen. Es kostet mich nichts. Und dieser schöne Anblick erfrischt dann auch mich.“ Es sind Ansichten und Einsichten wie diese von Wigald Boning, die so wunderbar zeigen, wie er sich an einfachen Dingen des Lebens erfreut. Der Weg zum Humor, zu Überspitzung und Anspielung, ist dann nicht weit: „Oder wenn man sich Wolkenbilder anschaut, die an den späten Karl Dall erinnern. Ich mochte ihn immer gern.“ In einem Gespräch mit Boning, der schon vor 30 Jahren Kultstatus erlangte und sich seitdem als Unterhaltungskünstler immer wieder neu erfunden hat, verläuft diese Grenze fließend: zwischen Alltagsphilosophie und Komik. Das wird auch am 17. April 2026 in der Halle 32 so sein. Denn dann wird er über das Badengehen sprechen. Wirklich ins Wasser gehen wird er natürlich auch, entweder vor oder nach der Show, vielleicht in den Brucher See in Marienheide oder in die Agger- Talsperre bei Bergneustadt. Mal schauen. Denn Wigald Boning geht seit über drei Jahren jeden Tag baden. Überall. Bei Wind und Wetter. So wie er davor ein Jahr lang jede Woche einen Marathon gelaufen ist. Wie kam er nach dem Laufen aufs Baden? „Nach dem Marathonjahr war mir klar: Das war es damit. Natürlich war ich danach noch mal laufen, aber nicht mehr über diese Distanzen. Dann fuhr ich häufiger Fahrrad, aber auch daraus wurde keine Streak, ich blieb im ersten Jahr hängen. Erst als wir mit der Familie an den Ammersee zogen, dachte ich mir: Da gehst du jetzt jeden Tag rein. Auch, wenn der Winter kommt. Vom Eisbaden hatte ich damals natürlich noch keinen Schimmer.“
So ist Wigald Boning: Er macht einfach gern. Und er folgt damit einer unbändigen, ihm innewohnenden Neugier und einem Grundinteresse an so ziemlich allem – wenngleich ihm, wie er sagt, die höheren Weihen der Chemie verborgen geblieben sind. Was er wissen muss, das eignet er sich an. So wurde er unter anderem auch zum Experten für Erdkundefragen in der ZDF-Sendung „Der Quiz-Champion“, was er inzwischen seit zehn Jahren macht: „Ich frage mich oft, wie ich dazu eigentlich gekommen bin, aber ich schlage mich nicht so schlecht. Ich scheine die richtige Dosis an Wissen zu haben.“
Auch, um jeden Tag baden zu gehen, sollte man so manches wissen. Vor allem dann, wenn man ständig neue Gewässer testet, denn so macht es Wigald Boning. Weil er wegen seiner vielen Auftritte häufig unterwegs ist, war bald klar: Nur in den Ammersee, das wird nicht funktionieren – und liegt der Reiz am Badengehen nicht gerade in der Neuentdeckung? Es gibt nur zwei Regeln: Jeden Tag und draußen. Egal, wo. Egal, wie lange. „Macht es keinen Spaß und ich stehe mit klappernden Zehen im Fluss, bin ich schnell wieder draußen. Ist es warm und schön, kann es sein, dass ich sechs Kilometer weit schwimme“, erzählt Wigald Boning. Hat er mal vierzehnstündige Drehtage, geht er morgens um sechs und zur Not sogar um vier ins Wasser, manchmal auch um eine Minute nach Mitternacht.
Er stieg im belgischen Mechelen in ein derart schmutziges Gewässer, dass er dachte: Okay, dann heute mal zur Abwechslung in den Dreck. Er stieg am Flughafen Hannover in ein Regenrückhaltebecken mit wenig Wasser und viel Schlamm. Schwänen begegnete er beim Baden ebenso wie Frachtschiffen. Er stand in Erfurt in der zehn Zentimeter flachen Gera und beschloss: „Schwimmen“ kann ich dieses Projekt nicht nennen, es ist wirklich ein Baden. Der Begriff gefiel ihm auf Anhieb: Unprätentiös, simpel, universell, auf sympathische Weise nostalgisch. Seine Shows rund ums Badengehen nennt er passenderweise Lichtbildervortrag, und die ersten drei davon hat er tatsächlich noch mit Dias gemacht.
Der ausgedehnte Serviceteil
Die Idee zur Live-Tour kam Wigald Boning etwa ein halbes Jahr, nachdem er mit dem Badengehen begonnen hatte. Wie ernst er das Thema bei allem Unterhaltungswert nimmt, zeigt der ausgedehnte Serviceteil, den es auch in Gummersbach geben wird. Er hat sich vorgenommen, im Anschluss an den Vortrag alle Fragen der Zuschauer zu beantworten. Vorher wird er nicht nur anschaulich davon berichten, wie und wo er schon überall baden gegangen ist, sondern auch, worauf man dabei achten sollte. Bei Finsternis in ein unbekanntes Fließgewässer? Besser nicht. Eisbaden im Winter? Unbedingt, für Boning ein Highlight! Eines, das er gerne zur Nachahmung empfiehlt.
Wer also zum Beispiel im Januar oder Februar in den Brucher See will, der ja bekanntermaßen sehr schön ausgebaute Badestellen hat, sollte das einfach mal versuchen: „Wenn man sich gesund fühlt, steht dem meines Erachtens nichts im Wege. Mein Tipp: Tun Sie sich dafür mit anderen zusammen. Empfehlung aus der Praxis: Die Kleidung in der Reihenfolge zurechtlegen, in der man sie anschließend anziehen muss. Also Unterwäsche nach oben und Jacke nach unten. Nehmen Sie Kleidung, die Sie nicht zuknöpfen müssen, also zum Beispiel einen übergroßen Hoodie, den Sie einfach drüberziehen können. Denn die Finger könnten nach dem Eisbaden steif sein. Anfangs nicht reinspringen, auch nicht zögern, einfach langsam ins Wasser gehen. Und länger als zehn Minuten darin aufhalten muss nicht sein – wobei der Körper einem schon sagt, was geht und was nicht.“
Und wie fühlt man sich danach? Das darf natürlich jeder für sich selbst herausfinden. Was Wigald Boning angeht, so hat er nach über 1250 Badegängen in den unterschiedlichsten Gewässern bei jedem Wind und Wetter folgende Erfahrung gemacht: „Ich habe nicht mehr Erkältungen als vorher, keine Hautreaktionen. Was ich weiß, ist dies: Die Idee mit dem Badengehen ist eine der schönsten, die ich im Leben je hatte.“ Denn sie verspricht jeden Tag ein ganz einfaches und deshalb so großartiges neues Abenteuer.
Foto: Stefanie Riehl
Wigald Boning: Herr Boning geht baden, Freitag, 17. April 2026, Halle.
Infos und Tickets:
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Am 21. und 22. April: Bühne 32 mit Herkules und Frankensteins Monster
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 Frankensteins Monster Das gibt es auch nicht alle Tage – gleich zwei legendäre literarische Figuren treten im April auf die Bühne 32: Herkules und Frankenstein.
Herkules (Kindervorstellung): Der berühmteste Held der Antike erzählt, wie es ihm gelungen ist, die zwölf Aufgaben von Eurystheus zu bestehen. Wie hat er den gigantischen Löwen bezwungen, die neunköpfige Hydra besiegt und den Höllenhund aus der Unterwelt entführt? Und: Wie geht es einem als Halbgott wirklich, wenn man nur auf sein Äußeres und seine Muskeln reduziert wird? Herkules – ein Kinderstück für alle ab 10 Jahren oder ab Klasse fünf. Herkules: Dienstag, 21. April 2026, 16 Uhr, Halle. Infos und Tickets:
Frankensteins Monster: Mary Shelley war neunzehn Jahre alt, als sie „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ schrieb. Damit erschuf sie die Wurzel des modernen Horrorromans, der just wieder genial neu verfilmt wurde und mehrere Oscars abräumte. Auch diese moderne Bühneninszenierung stellt Fragen nach Moral, nach den Grenzen der Wissenschaft und danach, wer eigentlich das wahre Monster ist – die Kreatur oder der Mensch, der keine Grenzen kennt.
Frankenstein sehnt sich so sehr nach einem Kind. Sie erschafft aus Leichenteilen einen künstlichen Menschen, den sie mittels Elektrizität zum Leben erweckt. Leider ist es ein Monster, das sie verstößt. Dabei ist die Kreatur anfangs weder böse noch aggressiv. Erst durch die Erfahrungen mit seiner ablehnenden Umwelt lernt das Wesen Traurigkeit, Hass und Einsamkeit kennen ... diese moderne Inszenierung des klassischen Stoffes ist spannend und tiefgründig zugleich.
Frankensteins Monster, Mittwoch, 22. April 2026, 20 Uhr, Halle. Infos und Tickets:
Foto: Timo Hummel/Stefan Sombetzki
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Am 26. April: Der Elefantenmensch
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 Martin Kuchejdas Inszenierung von „Der Elefantenmensch“: Ein Herzensprojekt und gleichzeitig ein Dauerbrenner. Nach mehreren ausverkauften Vorstellungen bringt Kuchejda das Stück wieder auf die Studiobühne. Natürlich mit mit dem großartigen Gerd J. Pohl. Die Puppe, die der Schauspieler spricht und spielt, wurde extra für dieses Stück angefertigt.
Es erzählt von dem legendären Feingeist Joseph Merrick, der, weil er schwer entstellt war, als Ausstellungsstück auf Jahrmärkten missbraucht wurde. Ehe ein Arzt erkannte, was für ein liebenswerter, intelligenter Mensch Merrick ist.
Ein zutiefst humanistisches Stück in einer Zeit, in der wir ein bisschen mehr Humanismus vielleicht mehr vertragen können denn je.
Der Elefantenmensch, Sonntag, 26. April 2026, 20 Uhr, Studiobühne
Viele weitere Hintergründe zum echten Joseph Merrick sowie Infos zum Stück und Tickets:
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Schätze aus dem Bücherschrank: Picknick mit Bären
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Im Südfoyer der Halle 32 steht ein Offener Bücherschrank. Dieser ist eine Spende des Vereins zur Förderung der Kultur in GM e.V. – für die das Team der Halle 32 sehr dankbar ist. Denn jede und jeder kann Bücher dort hineinstellen oder herausnehmen. Oft verbergen sich literarische Schätze in den Regalen. Wir heben sie und stellen sie hier vor – und wer Glück hat, ergattert bei seinem nächsten Besuch ebendieses Buch für sich zu Hause ...
... zum Beispiel: Picknick mit Bären von Bill Bryson
Grandiose Idee: Gemeinsam mit seinem Freund Katz, der mit seiner Leibesfülle und Leidenschaft für Schokoriegel nicht unbedingt die allerbesten Wandervoraussetzungen mitbringt, will Bill Bryson den Appalachian Trail bezwingen – den längsten Fußweg der Welt, der durch 14 Bundesstaaten der USA führt. Voller großartiger Naturschönheiten. Und mit einigen Überraschungen, die nicht nur im Dickicht lauern ...
... witzig, kurzweilig, menschlich und spannend ist Brysons etwas anderes Wanderbuch, das mit Robert Redford und Nick Nolte verfilmt wurde. Die Taschenbuchausgabe ist gut erhalten in unserem Bücherschrank zu finden.
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Mehr Informationen rund um die Halle 32 auf www.halle32.de.
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