Fr | 16.04.2021 | 20:00 Uhr

Sonnenmarsch

„Dies ist unsere Stunde. Dies ist unser Tag.“

In einem fiktiven, diktatorisch regierten Staat der Jetztzeit: Die Jugendlichen eines Jahrgangs messen sich im so genannten Sonnenmarsch miteinander – ein Marsch, der durch das ganze Land führt. Wer unter ein bestimmtes Tempo fällt oder nicht mehr weiter kann, wird dreimal verwarnt, dann erschossen – bis nur einer übrig bleibt. Der Sieger darf von einer sorgenfreien Zukunft träumen. Dieses landesweit live übertragene Stahlbad ist grausame Unterhaltung, Auslese nach einem übersteigerten Darwinismus-Prinzip und Befriedigung von Todessehnsucht zugleich. Der Diktator des Staates macht dieses mörderische Spektakel zu seiner persönlichen Sache. Immer wieder taucht er auf, zeigt sich den Wettläufern und beteuert, wie stolz er auf sie ist. Einer der Teilnehmer plant ein Attentat auf den Diktator. Schemenhafte Bilder von jungen Menschen, die um ihr Leben laufen. 

„Sonnenmarsch“ ist die Geschichte eines pervertierten Todeskultes in einem erfundenen Staat. Nach dem Libretto von Martin Kuchejda entsteht ein dunkles Horrorszenario, ein Gesamtkunstwerk, in dem sich die Sphären der Musik, des Wortes und des Bildes gleichberechtigt durchdringen: Die Situation als Folie für die Etablierung der jungen Charaktere und der Sonnenmarsch als Metapher für bisher ungeahnte Bezüge zum Hier und Jetzt. 

Eine Produktion von Gregor Leschig Inszenierungen in Kooperation mit der Halle 32  
Idee und Libretto: Martin Kuchejda
Komposition und Arrangement: Jens Berens
Künstlerische Leitung und Produktionsleitung: Gregor Leschig

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