04.11.2015

Lob und Dank für den Gestalter

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ist die Leistung des Essener Architekten Heinrich Böll beim Umbau der Halle 32 zu einem Veranstaltungszentrum gewürdigt worden.

Viel Lob für den Architekten Heinrich Böll (3. v. r.) von allen am Bau der Halle 32 Beteiligten

„Die Halle 32 ist eine Erfolgsgeschichte und eng mit dem Namen Heinrich Böll verbunden”: Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein sparte heute nicht mit Lob für den Essener Architekten, der den Umbau der Halle 32 zum Veranstaltungszentrum gestaltet hat. Dafür erhält Heinrich Böll am 23. November in Düsseldorf einen Preis im Rahmen der „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW”. Grund genug für den Kulturbetrieb der Stadt Gummersbach AöR (KultGM) als Betreiber der Halle, den Architekten im Rahmen einer kleinen Feierstunde zu würdigen und Dank zu sagen für die geleistete Arbeit. Schließlich genießt mit der Prämierung demnächst die Halle 32 einen Nordrhein-Westfalen-weiten Ruf als „vorbildliches Bauwerk”.


„Wir sind richtig stolz auf das Projekt, das ist ein wunderbarer Ort”, betonte Böll, den die gemeinsame Auszeichnung durch das nordrhein-westfälische Bauministerium und die Architektenkammer NRW sehr freut; der Preis wird nur alle fünf Jahre vergeben. Aus 203 Einreichungen sind 33 Projekte ausgewählt worden. „Ich habe mich sehr gern in Gummersbach engagiert”, sagte der Architekt, „das ist ein städtebauliches Projekt von hoher Qualität.” Es sei den Einsatz wert gewesen – bei allen Zweifeln, die am Anfang den Umbau der Halle begleitet hätten.


Bürgermeister Helmenstein würdigte die Leistung Bölls auch mit Hinblick auf dessen weitere namhaften Projekte, wie den Umbau der Zeche Zollverein in Essen: „Ihre Arbeit hat uns geadelt.” Helmenstein, der auch als Kulturdezernent und Vorsitzender des Verwaltungsrats der KultGM sprach, unterstrich: „Wir haben hier keine sterile, seelenlose Halle, sondern eine Halle, die lebt und Geschichte erzählt, aber auch ihre eigene Geschichte fortschreibt.” Im Rückblick dankte er dem früheren Geschäftsführer der Regionale 2010, Dr. Reimar Molitor, und dem ausgeschiedenen Technischen Beigeordneten Ulrich Stücker für deren Verdienste um die Erhaltung der Halle 32. „Da sind zur rechten Zeit die richtigen Leute am richtigen Ort zusammengekommen”, so Frank Helmenstein.


Heinrich Böll lobte seinerseits alle am Umbau Beteiligten und hob die gute Atmosphäre zwischen der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach als dem Bauherrn der Halle 32 und seinem Büro hervor: „Es muss auch Spaß machen, zu einem Bauherren zu fahren”, bemerkte er: „Und wir sind immer gern nach Gummersbach gekommen.”


Das Foto zeigt (v. l.) Ulrike Rösner (Vorstand KultGM), Jürgen Hefner (Technischer Beigeordneter), Bürgermeister Frank Helmenstein, Manfred Pelzer-Zibler (Entwicklungsgesellschaft), Architekt Heinrich Böll, Oliver Jaworski (ausführender Architekt) und Martin Kuchejda (Vorstand KultGM).