14.05.2015

Albert Hammond umjubelt

Der legendäre Songschreiber präsentierte sich als Weltstar zum Anfassen und ließ keinen seiner zahlreichen Hits vermissen.

„Dieser Albert Hammond ist ganz gut, aber warum singt er so viele Cover-Versionen?”, erzählt der Weltstar mit verschmitztem Lächeln. Von wegen Covers: Alles, was Albert Hammond am Abend des 13. Mai in der Halle 32 gesungen hat, stammt aus eigener Feder. Und er ließ keinen Hit aus, ob er selbst ihn nun populär gemacht hat oder ein anderer Großer des Business. So musste niemand verzichten auf Songs wie „One Moment In Time”, „Little Arrows” und „Nothing´s Gonna Stop Us Now”.


Als Albert Hammond seine letzten drei Zugaben spielte, saß längst niemand mehr auf den Plätzen. Viele strömten nach vorn an den Bühnenrand, wo der kleine Mann und große Songschreiber „It Never Rains In Southern California”, „The Free Electric Band” und „The Air That I Breathe” zelebrierte. Zuvor hatte er mit Mikro einen Ausflug ins restlos begeisterte Publikum unternommen und Hände geschüttelt – ein Weltstar zum Anfassen, auch beim Autogramme schreiben im Anschluss ans Konzert.


„I´m an old man”, sagte der fast 71-Jährige als Begründung für seinen Abgang nach gut zwei Stunden auf der Bühne. Davon war den ganzen Abend lang nichts zu spüren: Albert Hammond zeigte sich stimmlich auf der Höhe und konnte sich auf eine solide Band im Rücken verlassen. Ans Aufhören denkt er offenbar nicht: „Maybe we´ll meet next year.”