05.02.2015

Goller im Schloss

Das Bild „Stillleben mit Krawatte” des Gummersbacher Malers Bruno Goller ergänzt als Leihgabe der Halle 32 die Weimar-Ausstellung auf Schloss Homburg.

Das „Stillleben mit Krawatte" (Mitte) im Raum Bruno Goller

Üblicherweise hängt das Bild zusammen mit sechs weiteren Werken des Gummersbacher Malers Bruno Goller im gleichnamigen Raum der Halle 32. Doch nun befindet sich das „Stillleben mit Krawatte” als Leihgabe im Museum des Oberbergischen Kreises auf Schloss Homburg. Dort wird die Goller-Arbeit im Rahmen der Sonderausstellung „Licht und Schatten. Die Weimarer Republik im Oberbergischen” gezeigt. Vom 20. Februar bis zum 17. Mai 2015 vermitteln zahlreiche Exponate Einblicke in eine auch hier turbulente Epoche. Medienstationen liefern wesentliches Wissen, und eine großformatige Zeitleiste präsentiert herausragende Ereignisse im Reich wie im Oberbergischen. 


Insgesamt beschäftigt sich die kulturhistorische Ausstellung mit den zukunftsweisenden Entwicklungen während der 1920er-Jahre im ländlichen Raum. Der Bau von Freibädern und Sportanlagen sowie die Fertigstellung der Aggertalsperre und die Gründung des Museums auf Schloss Homburg kurbelten den Tourismus entscheidend an. Zudem waren die Mädchenbildung, Kino-, Mode- und Musikkultur, die Elektrifizierung der Haushalte sowie der Aufbau einer vielseitigen Presselandschaft Errungenschaften der zwanziger Jahre, die bis heute in die Region wirken. Bruno Gollers Bild „Stillleben mit Krawatte” repräsentiert das lebendige Kunstschaffen dieser Zeit. Mit Ablauf der Ausstellung wird die Arbeit wieder an ihren Platz in der Halle 32 zurückkehren.