04.09.2014

30 Jahre City-Bahn

Die Fotoausstellung im Südfoyer erinnert an ein wichtiges Kapitel oberbergischer wie auch bundes- deutscher Eisenbahngeschichte.

Der ehemalige City-Bahn-Lokführer Walter Becher (l.) und Ausstellungsmacher Horst Kowalski am Eröffnungsabend mit Modellen von Lok und Wagen

Vor 30 Jahren wagte die damalige Deutsche Bundesbahn ein Experiment: Sie setzte auf der von Stilllegung gefährdeten Verbindung zwischen Köln und Meinerzhagen neue Züge ein – im Stundentakt und mit einem kleinen Stehcafé an Bord. Das Angebot kam unter dem Namen „City-Bahn” auf die Schienen und entwickelte sich innerhalb eines Jahres zum Renner. Denn Mitte der 1980er-Jahre stiegen die Fahrgastzahlen um das Doppelte! An dieses Kapitel oberbergischer Eisenbahngeschichte erinnert die Fotoausstellung „30 Jahre City-Bahn”, die bis zum 30. September im Südfoyer der Halle 32 zu sehen ist. Die Bilder lassen die Ereignisse von damals lebendig werden und umspannen den Zeitraum von der Jungfernfahrt bis zum Ende des Projekts 1995.


Zusammengestellt hat die Schau der oberbergische Eisenbahnexperte Horst Kowalski, der bei der Ausstellungseröffnung am Freitag auch auf die bundesweite Bedeutung der City-Bahn hinwies: Der Erfolg im Rheinland zog weitere Züge in gleicher orange-kieselgrauer Optik im Raum Hamburg, Hannover und im Saarland nach sich. „Das war ein tolles Experiment der Bundesbahn”, bilanzierte Horst Kowalski – das Projekt City-Bahn hat damals die Existenz der Verbindung zwischen Köln und Gummersbach langfristig gerettet. Außer den äußerlich und innen frisch gestalteten Wagen trug auch der besondere Service des Stehcafés zur großen Resonanz bei – dort gab es Kaffee, Snacks und nachmittags Kuchen, aber auch ein Feierabendbier für die Pendler.


Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Restaurants 32 Süd im Südfoyer der Halle täglich ab etwa 11:30 Uhr besichtigt werden.