03.07.2014

Das erste Jahr Halle 32

Vor genau zwölf Monaten ist das Veranstaltungszentrum Halle 32 offiziell eröffnet worden – Grund zu positiver Rückschau und gut gelauntem Blick nach vorn.

Ein Blümchen zum Einjährigen

Ein Jahr Halle 32! Kann das sein? Erst ein Jahr? Aber es stimmt: Am Abend des 2. Juli 2013 bestand das ehemalige Industriegebäude der Firma L. & C. Steinmüller mit der Cole-Porter-Revue „Night and Day“ seine erste Bewährungsprobe als Kulturstätte. Danach gaben sich verschiedene Nutzer die Klinke in die Hand, und deren Bandbreite wies weit über eine rein kulturelle Nutzung hinaus. Die Gummersbacher Gymnasien feierten ihre Abi-Bälle, der VfL zog bei Heimspielen mit seinem Business-Bereich ein, der Aggerverband rief zu seiner Verbandsversammlung, die Bau- und Immobilienmesse informierte übers künftige Eigenheim, die Kfz-Innung Bergisches Land sprach ihre Auszubildenden los, die Firma Abus lud zur Betriebsversammlung und die IG Metall hielt ihre Maikundgebung ab. Tatsächlich ließe sich die Aufzählung lange fortsetzen.   


Außer solchen besonderen Ereignissen kann die Halle 32 auf einen lebendigen Alltagsbetrieb blicken. Täglich werden die Räume genutzt, etwa von der Fachhochschule zu Vorlesungszwecken, von Selbsthilfegruppen, für die Probenarbeit der Kulturwerkstatt 32, für Privatfeiern wie Hochzeiten und Geburtstage. Hallenleiter Martin Kuchejda freut sich über die schnell gewachsene Akzeptanz der Halle bei allen möglichen Interessenten: „Wir haben hier eine unglaubliche Vielfalt etabliert und das alte Gemäuer mit jeder Menge neuem Leben gefüllt“, sagt er. Veranstaltungen, die früher in Gummersbach nicht stattfinden konnten, haben nun einen besonderen Ort gefunden.  


„Wir suchen und entwickeln ständig neue, tragfähige Formate und arbeiten an der konkreten Umsetzung verschiedener Konzepte, die bislang lediglich Theorie waren“, betont Martin Kuchejda. Dazu gehören verschiedene Messen und Angebote wie der „EinfachMalSingenChor“ für Menschen mit und ohne Demenz. Wie erfolgreich neue Angebote sein können, zeigt die Reihe „Magia della chitarra“, bei der die klassische Gitarre im Mittelpunkt steht und die sich bereits ein treues Publikum erspielt hat.  


Große Resonanz gab´s im ersten Jahr bei den Konzerten, so mit „Luxuslärm“ im Oktober und Chi Coltrane im März. Aber auch Künstler aus der Region zogen zahlreiche Gäste in die Halle 32, beispielsweise das Musical-Projekt Oberberg mit seiner Produktion „Titanic/Sternennacht“, die Band „Frauensache“ aus Lindlar und die gewachsene „Xmas Rock Party“. Bei allen ambitionierten Plänen und Projekten weist Kuchejda darauf hin, dass auch das Einhalten der finanziellen Ziele zu den Erfolgen des ersten Jahrs gehört sowie die Komplettierung des Gebäudes als Veranstaltungsstätte. Darauf lässt sich aufbauen. „Wir möchten mit unseren Veranstaltungen auch ein Spiegel des gesellschaftlichen Lebens in Gummersbach sein“, erläutert Martin Kuchejda, „darüber hinaus für kulturelle Höhepunkte sorgen. Darauf dürfen sich alle im Jahr 2 der Halle 32 freuen.“