16.04.2014

Pflege wacher Erinnerung

Die Halle 32 widmet sich als „Gewissen des Standorts“ in vielfältiger Weise der industriellen Vergangenheit des Geländes.

Die Erinnerung an das Unternehmen L. & C. Steinmüller bleibt wach – nicht nur bei der früheren Belegschaft. Die Halle 32 widmet sich als „Gewissen des Standorts” in vielfältiger Weise der industriellen Vergangenheit des Geländes. Der ehemals größte Arbeitgeber des Oberbergischen gerät nicht in Vergessenheit. Davon zeugt bereits die Benennung der beiden Räume im Obergeschoss in „L & C“ sowie „Meisterbude“. Zudem atmet das gesamte Innenleben die industrielle Tradition des Areals. Und künftig werden besonders bedeutsame Gegenstände und Dokumente in den Glasvitrinen des Südfoyers zu sehen sein.


Vieles aus Steinmüller-Tagen wurde beim Umbau der Halle 32 nicht angetastet, sondern bewusst erhalten. Manches wird sogar für den Veranstaltungsbetrieb wieder genutzt, etwa der alte Abus-Kran unter der Decke. Zudem legen einzelne besondere Stücke in der Halle Zeugnis ab vom Erbe der Firma Steinmüller, beispielsweise die neben dem Eingang ins Südfoyer angebrachte betagte Stechuhr, an der Generationen von Steinmüllerleuten im Verwaltungshochhaus ein- und ausgestempelt haben. Weitere Objekte wie eine alte Feuerspritze werden ihren ständigen Platz in der Halle erhalten. Darüber hinaus sollen außergewöhnliche Hinterlassenschaften des Unternehmens in der Halle 32 ausgestellt werden: für einen begrenzten Zeitraum als besondere Highlights.


Sämtliche Objekte stammen aus der Sammlung Steinmüller, die im Untergeschoss des alten Steinmüller-Verwaltungsgebäudes untergebracht ist – archivgerecht, wie langfristig angelegte Luftuntersuchungen ergeben haben. So sind alle Stücke gegen zu große Feuchtigkeit oder Trockenheit geschützt gelagert und auf diese Weise anspruchsvoll verwahrt.